Vor einigen Jahren fühlte ich mich in der Finanzwelt noch wohl, bis ich merkte, dass es noch mehr da draußen zu entdecken gibt. Seitdem reise ich, erzähle von meinen Erlebnissen auf dem Blog schmetterlinga und motiviere andere ihre Träume zu leben.

“Gib deinen sicheren Job nicht auf”, haben sie gesagt! “Südamerika ist viel zu gefährlich”, haben sie auch gesagt, aber ich wollte nicht darauf hören, ich wollte endlich fühlen. Denn nach dem Urlaub in Mexiko im Jahr 2015 hatte sich etwas verändert. Ich stellte mir plötzlich solche komischen Fragen, wie: “Bin ich glücklich und hatte ich mir wirklich mein Leben so vorgestellt?

Eigentlich hatte ich alles erreicht, womit ich zufrieden sein konnte: Meine Villa, mein Baum und meine Yacht. Reichte mir nicht und glücklich war ich auch nicht. Also traf ich die wohl schwierigste Entscheidung meines damals 32-jährigen Daseins und sagte: “Goodbye zum lückenlosen Lebenslauf!” und “Hola alleine in Südamerika!”

Es zog mich davon! Mich, die eigentlich rationale, materielle Dinge gegenüber Erfahrungen bevorzugte und generell nur Urlaubserfahrungen mit Freunden und “all-inclusive” machte. Mein Leben war bis dahin vollkommen ok, aber ok war mir nicht genug! Deshalb tauschte ich freiwillig meine bequeme Existenz gegen Hochbetten in 10er Dorms, Unisex Toiletten und einheimische Nachtbusse ein und sammelte nun anstatt Schuhe neue Geschichten, Momente und internationale Bekanntschaften.

Ich feierte Silvester in Buenos Aires, tanzte halbnackt Samba auf den Straßen Rios, guckte zu tief ins Glas in Medellin, lebte im Haus eines Peruaners und seiner Mamita, entdeckte das Wandern für mich auf dem Jakobsweg und auch das alleine Zelten in Patagonien. Ich lernte vieles über die Kulturen der Welt, die verschiedenen Akzente der spanischen Sprache, wie ich mich zurecht finde, wenn ich mich einsam oder müde fühlte und eine kreative Inga 2.0 wurde geboren. Vorher war mir gar nicht so bewusst gewesen, wie das Arbeiten im Finanzbereich und auch wie die Gesellschaft einfach meine verschiedenen Fähigkeiten, die mich eigentlich erst einzigartig machen verschluckt und als eine Standardversion wieder ausgespuckt hatten. Egal, vergessen, heute bin ich ich!

Drei Jahre später und noch immer irgendwie ein Vagabund, bereue ich nicht einen einzigen Tag meines anderen Lebens. Ich pfeife auf Sicherheit und darauf zu wissen, was ich in zwei Monaten tun oder nicht tun werde. Mein Leben ist ein ständiges auf- und ab! Ich bin glücklich, ich bin traurig, mal in Chile, mal in Deutschland, mal übermotiviert, mal faul und es ist genau das Leben, was ich wollte: Nämlich garantiert nicht langweilig!

Ich merkte, wenn man ohne einen festen Plan lebt, passieren die wunderbarsten Dinge, mit denen man garantiert nicht rechnet. Auch habe ich begriffen, dass unsere Zeit auf diesem Planeten sehr begrenzt ist. Diese nur mit Arbeit zu verbringen, die einen vielleicht nicht komplett erfüllt, ist Verschwendung und nur von seinen Träumen zu träumen auch. Sätze wie:” Da wollte ich schon immer mal hin, oder “Das werde ich irgendwann einmal machen” beschreiben im Endeffekt Dinge, die auf unserer “Irgendwann mal- Liste” landen und meistens auch dort verschimmeln. “Irgendwann ist es zu spät”, haben sie gesagt! Und damit haben sie vollkommen recht! Also, worauf wartest du?

Mehr über meine Erlebnisse kannst du auf meinem Blog lesen: http://www.schmetterlinga.de
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Diesen Text findest du auch unter: http://www.schmetterlinga.de/ueber-mich

 

 

Diese Geschichte wurde von Inga Klemusch eingereicht.