Ich habe lange über meine Entscheidung nachgedacht und trotzdem war es eine Kurzschluss Reaktion!
Ich studiere seit 3 Jahren Evangelische Theologie in Hamburg und habe schon seit nun bestimmt über einem Jahr darüber nachgedacht, ob dies noch der richtige Weg ist.

In diesem Sommer wollte ich dann mein Latinum nachholen, da ich in der Schule kein Latein hatte muss man es neben dem regulärem Studium nachholen. Ich habe dafür 9 Wochen gependelt zwischen Kiel und Hamburg. Eigentlich sah es danach aus das ich bestehen sollte mein Lehrer war sich sehr sicher.
Nun ja, dass ich dann mit einer 6 durchfalle hätte niemand gedacht und mir, mir hat es den Boden unter meinen Füßen weg gerissen.
Ich war am Ende meine ganze Energie war in diesen Sommer geflossen und dann nichts.
Wie sollte ich weiter machen?! Warum immer ich?! Diese Fragen und noch viel mehr sind wie eine Achterbahn immer wieder durch mein Kopf geflossen. Ich habe viel geweint und wollte nur wissen wie weiter. Weshalb ich dann zur Studienberatung an unseren Fachbereich gegangen bin…
Die gute Dame schaute mich an und sagte, dass das ja ‚mist‘ wäre und ich mir doch überlegen sollte, dass Studium abzubrechen, weil so wie ich studieren würde, würde das ja nie was werden. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich da heulend rausgegangen bin.
Das war der Freitag nach dem Ergebnis meiner Klausur und an dem Wochenende habe ich mich zum ersten Mal hingesetzt und beschlossen ich such mir was neues.
Ich habe Bewerbungen geschrieben und antworten erhalten, dass daraus schlussendlich nichts geworden ist, war mir egal aber ich habe gemerkt, da interessiert sich jemand für mich!
In der zweiten Woche nach dem Ergebnis habe ich immer noch viel geweint jeden Tag mindestens 2 mal… Und schlecht geschlafen abends nicht einschlafen können und morgens durch Alpträume wach werden nicht gerade hilfreich.

Ich hatte dann ein Gespräch mit dem Leiter einer ehrenamtlichen Arbeit wo ich tätig bin, jetzt war. Ich habe in dem Gespräch festgestellt, dass ich schon lange nicht mehr kann meine Kraft, meine Energie und vorallem mein Glauben sind soweit weg wie noch nie in meinem Leben.
Der Leiter der Einrichtung wusste von meinen Plan irgendwann eine größere Reise machen zu wollen und fragte, ob dass nicht der richtige Zeitpunkt wäre für die Reise?
Und ich wusste, dass ich genau das selbe dachte!
Als ich an dem Abend wieder nicht einschlafen konnte habe ich mich nach Flügen umgesehen und einen gefunden, ich habe die Augen zu gemacht und auf buchen gedrückt!
Ich werde am 04.02.2019 nach London fliegen und nach zwei Wochen London weiter nach Schottland reisen und dort für die nächsten Monate ein bisschen Zeit verbringen für mich und meine Gedanken.Seit dem Tag plane ich alles was nun zu tun ist und jeden Tag wenn ich 1 bis 2 Punkte abgearbeitet habe kommen neue 2 bis 4 dazu.
Ich hab Angst und bin trotzdem über glücklich zur gleichen Zeit.

Ich will das es gut wird, aber was wenn alles schief geht? Aber ich glaube an mich und ich bin glücklich das mich meine Familie und Freunde bei all meinen Entscheidungen unterstützen.
Ich wünsche mir, dass Schottland mir hilft wieder zu mir zu finden, sowie schoj Antonia Michaelis sagte: „Am schwierigsten ist es immer, sich selbst zu vergeben.“ Hoffe ich, dass ich mir irgendwann auch vergeben kann, dass ich nicht mehr das machen was ich wirklich wollte und dass das Gefühl versagt zu haben irgendwann wieder weg geht!
Ich freue mich auf meine Reise doch was danach kommt bleibt ungewiss.

 

 

Diese Geschichte wurde von Sophie Krahe eingereicht.