Ich habe nach der Schule Englische Literatur und Neue und Mittlere Geschichte studiert, mit dem Ziel, an die Hochschule zu gehen, aber in den Geisteswissenschaften gibt es so viele gute Leute, dass es letztlich ein Glücksspiel ist, ob man eine Stelle bekommt.

So habe ich mich damals umorientiert und mit viel Glück einen Einstieg in den Bereich Weiterbildung gefunden. Von dort aus führte mich der Weg in die Personalarbeit. Mit Anfang 40 war ich dann für die gesamte internationale Personalarbeit in einem Pharmakonzern zuständig mit dem entsprechenden Gehalt und Firmenwagen. Trotzdem blieb der Wunsch, zu forschen, zu publizieren und auch zu lehren. Ich beschloss also, meine materiell sehr attraktive Existenz als Führungskraft aufzugeben und als Quereinsteiger an eine Hochschule für BWL zu wechseln. Für viele schien der Gedanke, dass ein promovierter Literaturwissenschaftler BWL Prof werden will, vollkommen absurd. Entsprechend viele Absagen habe ich auch auf meine Bewerbungen bekommen. Aber ich ließ nicht locker und konnte mir so dann den Lebenstraum erfüllen, an einer Hochschule zu arbeiten.

 

 

Diese Geschichte wurde von Thorsten Krings eingereicht.